Junges Deutschland | 100 Jahre Lebensgefühl

Unter diesem Motto zeigte die ARD am Ostermontag eine Dokumentation zur Ideen- und Erlebniswelt deutscher Jugend und Jugendkulturen. Diese Doku ist nun in der Mediathek des Ersten noch bis zum 28. April einsehbar.

zwölfdreizehnschnipseleien | oktober 13

oktober 1813

Blücher wird Feldmarschall

Am 19. Oktober 1813, zur Mittagsstunde, versammelten sich die alliierten Monarchen und ihre Feldherren auf dem Alten Markt in Leipzig zur Entgegennahme der Huldigung durch den Magistrat der Stadt.

Die allzeit wendigen Repräsentanten der berühmten Universitäts- und Handelsstadt hatten drei Lorbeerkränze vorbereiten lassen für die siegreichen Monarchen von Rußland, Österreich und Preußen. Da sich Kaiser Franz von Österreich noch in Probstheida bei seinen Truppen befand, vertrat der Kronprinz Karl Johann von Schweden (Bernadotte) dessen Stelle.

Wandervögel fernab des Hohen Meißners

Am 4.-6. Oktober 1913 fand in Wöbbelin der Bundestag des Alt-Wandervogels (AWV) statt. Der AWV beteiliget sich anläßlich des Gedenkens an die Völkerschlacht weder an den Feierlichkeiten in Leipzig noch an jenen auf dem Hohen Meißner. Statt dessen versammelte sich der AWV „…weit ab von den Stätten, wo die Tausende und Zehntausende zusammenströmen… “ am Grabe des Freischardichters und Lützower Jägers Theodor Körner.

neunzehndreizehnlektüre

Das Jahr 2013 ist in doppelter Hinsicht ein Jubiläumsjahr. Noch vor hundert Jahren überschlug man sich mit Schriften, Eröffnungen und Festlichkeiten anläßlich des Jubiläums der Völkerschlacht bei Leipzig. Dieses Ereignis genießt seinen nationalen und europäischen Auswirkungen zum Trotz heute eine geradezu bescheidene, regionale Beachtung. Dezent anders verhält es sich mit dem Vorkriegsjahr 1913 und seinem freideutschen Gründungsfest auf dem Hohen Meißner. Einige Publikationen haben sich dieses Themenkomplexes angenommen. Zwei von ihnen möchten wir hiermit vorstellen. …

zwölfdreizehnschnipseleien | august 13

august 1813

Leier und Schwert – der Tod Theodor Körners

Im heutigen Landkreis Nordwestmecklenburg an der Bundesstraße 104 liegt der Ort Lützow. Im Wald des Ortsteiles Rosenow steht ein Denkmal mit einem Porträt Theodor Körners. An dieser Stelle soll am frühen Morgen des 26. August 1813 die tödliche Kugel eines Franzosen den erst einundzwanzigjährigen „Sänger der Befreiungskriege“ getroffen haben.
 

august 1913

Christel wird Schriftleiter des „Wanderer“


Mit Christian Schneehagen (Christel) wird im August einer der Hauptorganisatoren des Ersten Freideutschen Jugendtages zum Schriftleiter des „Wanderer“ (Bundesschrift des Bund Deutscher Wanderer (BDW)) ernannt. Einen Monat zuvor schlug er vor, das Erinnerungsfest der Freideutschen Jugend auf dem Hohen Meißner zu veranstalten und er wird einige Monate später maßgeblich an der Organisation des Festes beteiligt sein.

Christel fiel im letzten Kriegsjahr des Ersten Weltkrieges in Flandern. Heute erinnern die ehemalige Wandererstube des BDW auf Burg Ludwigstein und der Wanderweg zwischen Burg Ludwigstein und dem Hohen Meißner an ihn. Zudem ist er auf einem Gemälde im Meißnersaal der Burg Ludwigstein als „Wanderer“ festgehalten.

Vorkrieg 1913 – Beilage zum Vorkriegsjahr

Unter dem Titel „Vorkrieg 1913“ lag der Wochenzeitung Das Parlament in Ausgabe 12/2013 ein Heft aus der Reihe Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ) bei, welches vielfältige Einblicke in das Vorkriegsjahr 1913 gewährt. Neben den uns schon bekannten Schlaglichtern von Florian Illies schildern die Beiträge die krisenhafte und „bedingt kriegsbereite“ Situation in Europa und die zeitgleiche Entwicklung in Amerika. Christoph Nübel führt dabei in seinem Beitrag „Bedingt kriegsbereit. Kriegserwartung in Europa vor 1914“ aus:

Das Militär verfügte in den meisten europäischen Staaten über ein hohes Ansehen und diente als Vorbild für Jugendorganisationen. …

zwölfdreizehnschnipseleien | mai 13

mai 1813

Tod auf dem Scheiterhaufen

Am 28. Mai 1813 wurden zur Hinrichtung von Johann Peter Horst (30) und seiner Geliebten Friederike Luise Delitz (21) die letzten Scheiterhaufen in Deutschland entzündet. Den Mitgliedern einer Mordbrennerbande wurde vorgeworfen, in 45 Fällen vorsätzlich Brände gelegt zu haben, um die Betroffenen während der Löscharbeiten berauben zu können. Dabei waren mehrere Menschen ums Leben gekommen. Niemals mehr danach sollten in Deutschland Scheiterhaufen ein Todesurteil vollstrecken. Mit der Französischen Revolution gewann die Guillotine an Attraktivität.

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mai 1913

Studentenbewegung

 

Zeitgleich zu den Bundestagen der Wandervögel tagte auch der Allgemeine Deutsche Burschenbund (ADB). Diesen burschenschaftlichen Dachverband hatte die neu gegründete Vandalia, ihrer Abstinenz und ihrer reformerischen Ideen zum Trotz, um Mitgliedschaft angefragt. Da Vandalen zuvor auf den bierseligen Kaiserkommersen mit Zitronen- statt mit Gerstensaft auf Kaiser und Vaterland anstoßen und auch durch andere Stilreformen für Mißstimmung bei ADB-Bünden gesorgt hatten, zogen sie ihr Mitgliedsersuchen kurzfristig zurück. …

Links.zwo.null.drei.zehn | Auf zum Befreiungsfest!

Vor einigen Tagen erhielten wir den folgenden Brief den wir in der Reihe „Vielfaltjahr 2013“ gerne veröffentlichen möchten. Wir sind schon ganz gespannt, welche Erinnerungsfeste sich dieses Jahr noch auftun.

„Liebe Pfadfinder, liebe Pfadfinderinnen, liebe Freunde,

die deutsche Pfadfinderbewegung kann auf eine über 100jährige Geschichte zurückblicken. Das vor nunmehr genau 100 Jahren, am 23. März 1913, stattgefundene Treffen des Bayerischen Wehrkraftvereins war mit ca. 4000 Teilnehmern das größte bayerische Pfadfindertreffen seit Gründung der ersten Gruppen im Jahr 1909. Auf Grund dieses Jubiläums haben wir uns Samstag den 23. März 2013 dazu entschlossen sich an den Feierlichkeiten rund um die Befreiungshalle in Kelheim aktiv zu beteiligen.

zwölfdreizehnschnipseleien | märz 13

märz 1813

Stiftung des Eisernen Kreuzes

Die Stiftung des Eisernen Kreuzes vom 10. März 1813 entstand nach einer Handzeichnung des Königs Friedrich Wilhelm III.. Der Preußenkönig wollte den bevorstehenden Krieg gegen Napoleon mit der Erinnerung an seine 1810 verstorbene Frau Luise verbunden wissen.
 

märz 1913

Die proletarische Jugend protestiert

Am 2. März 1913 veranstaltet die proletarische Jugend in Stuttgart eine Kundgebung gegen den Jungdeutschlandbund, dessen Parade zeitgleich von Generalfeldmarschall von der Goltz abgenommen wird. In den Blättern der Arbeiter-Jugend liest man zur Gegenveranstaltung:

Unter jubelnder Begeisterung kennzeichneten die Redner den vom Jungdeutschlandbund betriebenen Mordpatriotismus und die Untertanenknechtseligkeit, die er predigt, und feuerten die Jugend zu selbstständiger Denkart im Sinne der proletarischen Solidarität, der Völkerverbrüderung und der Demokratie an.“

zwölfdreizehn schnipseleien | dezember 12

dezember 1812

Im Zeichen der Konvention von Tauroggen

Der Dezember 1812 stand im Zeichen der russisch-preußischen Konvention von Tauroggen. In der Poscheruner Mühle schlossen Generalleutnant Graf York und Generalmajor Graf Diebitsch, der Generalquartiermeister des russischen Korps Wittgenstein, am 30. Dezember ein Neutralitätsabkommen über das preußische Hilfskorps der Großen Armee Napoleons.
 

dezember 1912

Pfadfinderbewegung in Österreich

Am 2. Dezember 1912 findet in der Johannes-Nepomuk-Kapelle in Wien eine große Pfadfinderversprechensfeier statt. Am 7. Dezember 1912 wird der “Verein zur Errichtung und Erhaltung eines Wiener Pfadfinderkorps” den Behörden gemeldet.

Wilhelm „Wilm“ Hosenfeld – „Ich versuche jeden zu retten, der zu retten ist.“

 

von Arne

Joachim Fernau schrieb einst, man könne das Wesen der römischen virtus in zwei monologischen Sätzen ausdrücken: “Ich möchte mich ungern vor mir selbst schämen.” und “Wer, wenn nicht ich, ist Rom.” Diese zwei Sätze spiegeln auch im wesentlichen das Selbstverständnis Wilm Hosenfelds wider.

Wilhelm Hosenfeld wurde am 2. Mai 1895 in Mackenzell, einem kleinen Dorf am Rand der Rhön, als viertes von insgesamt sechs Kindern geboren. Da bereits sein Vater Volksschullehrer war, war für Hosenfeld nach der Grundschule die höhere Bildung bis zum pädagogischen Studium vorgesehen, um ihn auf den Beruf des Lehrers vorzubereiten. In seiner Schüler- und Studentenzeit schloß sich Hosenfeld dem Wandervogel an und nahm am Meißnertreffen 1913 teil. …

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