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  • Archives for Meißnerfest (8)

Der zerbrochene Krug

Im Jahr 1913 wurden den jungen Freideutschen die folgenden Zeilen in ihre Festschrift geschrieben:

Bringt Humpen und Säbel zur Rumpelkammer,

Verjagt den Suff samt dem Katzenjammer

Als kleine Anekdote vom 100-jährigen Jubiläumsfest nahe dem Hohen Meißner bedachten wir den „Westforumshumpen“ nichtsahnend mit einer kleinen Fußnote. Damals ließ sich nicht erkennen, welchen devotionalen Wert diesem Bierkrug einst beigemessen wird. …

Frohe Ostern!

Zu Ostern 1913 bekam die Idee vom alternativen Jahrhundertfest einen wesentlichen Antrieb. Auf dem Bundestag der Deutschen Akademischen Freischar (DAF) in Jena machte ein Gast, welcher Mitglied des Deutschen Bundes abstinenter Studenten (DBaSt) war, den Vorschlag einer würdigen, insbesondere alkoholfreien, Gedenkveranstaltung zu Ehren der Völkerschlacht bei Leipzig. Dieser Vorschlag wurde mit Begeisterung aufgenommen, und fortan sollte die DAF treibende Kraft hinter den Vorbereitungen des Ersten Freideutschen Jugendtages werden. Man nahm sofort Verbindung zu anderen Bünden und Studentenverbindungen auf. Die Idee fand Anklang und wuchs zur Tat.

Wir wünschen allen Lesern tatenfrohe und sorgenfreie Ostern!

Brief des Sokrates an die Vorbereitenden des Meißnertreffens 2013

Liebe Bündische, die Ihr Euch mit der Vorbereitung des Meißnertreffens 2013 befaßt, mein Freund, der alte bündische Führer, und ich machen uns Sorgen. Wir hören und lesen von Verzettelungen, Dissonanzen, Streitereien, Ausgrenzungen, verzweifelter Themen- und Programmsuche. Das wäre ja wieder einmal typisch deutsch!

Schon der alte Tacitus wies auf die Neigung zur Zerstrittenheit bei den Deutschen hin. Und ich habe immer wieder feststellen müssen, daß die Deutschen zum Extremismus nach allen Richtungen hin neigen: Entweder idealisieren sie im Wolkenkuckucksheim, oder sie leiden unter abgrundtiefem Pessimismus, sind sie weltferne Romantiker oder nüchterne Naturwissenschaftler, sind sie kleinlich-genau im Detail oder verklären „Von-allem-etwas-und-nichts-richtig“, suchen sie intensiv nach der Umsetzung von Menschenrechten und Humanität oder begehen perfekt organisierte Massen- und Völkermorde, wollen sie die ganze Welt belehren oder ziehen sich ängstlich auf das eigene Heim, die Familie und sich selbst zurück.

100 Jahre jugendbewegter Schwof

Vor nunmehr 100 Jahren hatte der Wandervogel seinen zehnten Geburtstag zu feiern. Im zwei Jahre zuvor erschienenen „Zupf“ war so manches Geburtstagsständchen aufbereitet. Der gemeinschaftliche Gesang erlebte dank des millionenfach aufgelegten Buches einen weithin hörbaren Aufschwung. Mit dem Gesang allein wollte sich die Wandervogelschar aber nicht begnügen. Ende 1911 erschien in einem Wandervogelblättchen ein erster Aufruf unter dem schlichten Titel „Volkstänze“.

Davor hatte man sich noch auf gelegentliche Sing- und Spieltänze beschränkt, und die tanzende Gemeinschaft war klein gewesen. Doch schon bald begeisterten sich mehr und mehr für das gemeinsame Tanzen. Ein Jahr darauf kann man in einer Wandervogelschrift lesen: „Sie werden immer bekannter, die Volkstänze.“ Zum Freideutschen Jugendtag auf dem Hohen Meißner war das Tanzen schon allgegenwärtig. …

Hansische Meißnerschnipsel – Die Schrift zum Fest

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von der Hamburger Gilde Gorch Fock

Anfang Oktober 1913 und damit gerade noch rechtzeitig zum Meißnerfest erschien die 169seitige Festschrift unter dem Titel „Freideutsche Jugend – Zur Jahrhundertfeier auf dem Hohen Meißner 1913“. Daß diese Schrift trotz Zeitknappheit überhaupt pünktlich erscheinen konnte, ist wohl maßgeblich dem erfahrenen Verleger Eugen Diederichs zu verdanken. Er und die verantwortlichen jungen „Freischärler“ und Mitglieder des Bundes Deutscher Wanderer Arthur Kracke und Christian Schneehagen baten nicht ungehört um Mitarbeit im Umkreis der gerade erst ausgerufenen „Freideutschen Bewegung“

Hansische Meißnerschnipsel – Wandervögel nah & fern

wandervogel

von der Hamburger Gilde Gorch Fock

Wie angekündigt möchten wir einige ausgewählte Entdeckungen unseres Semesters der Allgemeinheit zur Kenntnis geben. Ein interessantes Thema zur Rückbetrachtung des ersten Meißnerfestes 1913 war die Beteiligung der Jugend, insbesondere der relevanten Wandervogelbünde. Deren Haltung zum Fest auf dem Hohen Meißner schwankte seinerzeit zwischen Begeisterung über Desinteresse bis hin zur direkten Ablehnung. Ein ähnlicher Gefühlskanon zeichnet sich auch für die relativ früh angestrengten Erinnerungsfeste des Jahres 2013 ab. …

Hansische Meißnerschnipsel – Am Anfang stand die Idee

fidus-1913von der Hamburger Gilde Gorch Fock

„Meißner 1913 – der 1. Freideutsche Jugendtag

Ein Gespenst geht um innerhalb der bürgerlich-jugendbewegten Kultur: das Gespenst vom Meißner 2013… Planungskomitees gründen sich, Bundesführer treten in Austausch, Diskussionen entbrennen. Doch wovon reden wir hier eigentlich? Zu welcher Jahrhundertfeier wird sich gerüstet? Wer von 2013 sprechen will, muß zunächst von 1913 sprechen: was war das eigentlich, dieser legendär gewordene 1. Freideutsche Jugendtag, diese Jahrhundertfeier auf dem Hohen Meißner vom 10.-12.10.1913? …“

So steht es im aktuellen Semesterprogramm der Hamburger Gilde. Einige ausgewählte Entdeckungen dieses Semesters möchten wir der bündischen Welt nicht vorenthalten …

Was ließen jene… #2 – Aufrufe zum Freideutschen Jugendtag

reiterIn Anbetracht der bereits laufenden Vorbereitungen für jugendbewegte Feierlichkeiten zur hundertjährigen Wiederkehr des ersten freideutschen Jugendtages bringen wir als Zeitdokumente diesmal die ersten Aufrufe zu diesem Treffen aus dem Jahr 1913.

Bei heutiger Planungswut erstaunt schon, daß der allererste Aufruf erst im Sommer 1913 erschien. …

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