Lebensreform in der Mark

Den Anfängen der Lebensreform in der Mark Brandenburg widmete sich nicht nur das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, sondern auch die Zeitschrift „Die Mark Brandenburg“ mit ihrer kürzlich erschienenen Ausgabe. Die Themen ähneln jener der Ausstellung. Aufgrund der abweichenden Autoren und der gestrafften Texte ist das Heft jedoch eine gelungene Ergänzung oder sogar geeignet zur Einführung in den Themenkomplex.

Zum Einstieg stellt Edgar Meyer-Karutz den Friedrichshagener Dichterkreis vor. Dieser Kreis von Naturalisten entstand um die Schriftsteller Wilhelm Bölsche und Bruno Wille zur Zeit, als das kleine Kolonistendorf vor den Toren Berlins noch nicht eingemeindet worden war. Der Wirkungskreis der Friedrichshagener beschränkte sich nicht nur auf die naturalistische Schriftstellerei. Aus der Gruppe heraus entstanden und reiften Ideen, die in der Gründung der Volksbühne und der „Freien Hochschule Berlins“ als Vorläufer der Volkshochschulen mündeten. Einige engagierten sich zudem in freireligiösen bzw. freidenkerischen Kreisen.

Arno Klönne | Hoffnung in Trümmerjahren

Es ist einige Monate her, da erhielten wir Post von Arno Klönne. Statt eines längeren Kommentars oder einer umfangreichen Ergänzung eines Artikels schickte er uns kommentarlos den Hinweis auf sein neues Heftchen, welches dieses Jahr in der Schriftenreihe der Landeszentrale für politische Bildung (LfpB) Thüringen erschien. Seine Nachricht blieb bis zu seinem Tod unbeantwortet. Nun haben wir das Heft bestellt, gelesen und stellen es hiermit vor.

Vor nunmehr siebzig Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Es wird kein Zufall gewesen sein, daß die Herausgabe von Arno Klönnes Werk „Hoffnung in Trümmerjahren“ mit diesem Jubiläum zusammenfällt. Vielmehr verwundert es lediglich, daß ein solches Werk mit seinem gesamtdeutschen Fokus erst 25 Jahre nach der deutschen Einheit erscheint. Mit seinem wohl letzten vollendeten Werk blieb sich Arno treu, er schloß eine Lücke, die andere nicht sahen oder ignorierten. Wohl unbewußt schrieb er damit der Nachkriegsgeneration, seiner eigenen Generation, einen bisher ausgebliebenen Nachruf. …

Ausstellung „Einfach. Natürlich. Leben.“ – Geschichten von Gustav & Gustaf

von bjo:rn

Die Wiege des Wandervogels liegt in Berlin-Steglitz, doch die ersten Schritte und Fahrten unternahmen die Wandervögel im Umland – in Brandenburg. Der Jugendbewegung gleich entstanden auch andere Reformideen im städtischen Bürgertum, die eine Umsetzung auf dem Land finden sollten.

„Aus grauer Städte Mauern“

Den größten Kontrast zwischen Stadt und Land boten Berlin1 und Brandenburg. Die „größte Mietskaserne der Welt“, wie man Berlin auch bezeichnete, diente gleichermaßen als Ideenschmiede, Werbeplattform und Absatzmarkt. Rund um die Hauptstadt entstanden vor etwa 100 Jahren etliche Reformprojekte, von denen einige noch heute existieren. Der Lebensreform in Brandenburg widmet sich aktuell eine Ausstellung in Potsdam unter dem Titel. „Einfach. Natürlich. Leben.“

Den Besucher empfängt eine Karte Brandenburgs mit Markierungen für die in der Ausstellung vorgestellten Projekte. …

Akademisches Wochenende Süd 2015

von Barnim

Nichts ist so beständig wie der Wandel” – Heraklit von Ephesus (etwa 540 – 480 v. Chr.)

Genau darum sollte es dieses Jahr beim Akademischen Wochenende der Deutschen Gildenschaft gehen. Die Zaubermühle bot dafür in ihrer Abgeschiedenheit wieder den perfekten Rahmen für unsere kleine aber feine Runde.

Für Donnerstagabend war eigentlich ein Tanz in den Mai geplant, der aber aufgrund des schlechten Wetters zugunsten eines „Krimi-Dinners“, das sich bis weit in die Nacht hineinzog und von hitzigen Debatten um Mord, Eifersucht und Gier der Charaktere begleitet wurde, ausfallen mußte. Danach sangen wir noch bis tief in die Nacht und freuten uns des Wiedersehens.

„Eher den Tod als müde werden.“

Ein Nachruf auf Arno Klönne

Am 4. Juni 2015 verstarb mit 84 Jahren der deutsche Soziologe und Politikwissenschaftler Arno Klönne.

„Jugendbewegt geprägt“ bereits in den Jahren des Zweiten Weltkriegs im Milieu unangepaßter katholisch-bündischer Jugendgruppen, wurde er in den Nachkriegsjahren nach 1945 einer der ersten Aktivisten beim Neuaufbau jugendbewegten Gruppenlebens. In dieser Zeit erlebte er nicht nur die Freiheit der Fahrt, vertonte bündisches Liedgut und knüpfte interessierte Kontakte zu manch älteren jugendbewegten Persönlichkeiten der Zwischenkriegszeit. Er begann zugleich, sich als junger, politisch denkender Mensch zu begreifen, und trat engagiert dafür ein, daß jugendbewegt-emotionales Erleben und politisches Denken und Handeln keine Widersprüche sein müssen. Beeinflußt vom Stil und Erleben der Jungenschaften gründete er die dj.1.11 paderborn. …

Bargteheider Schule

| Zeitsprung rückwärts, April 2010: Auf einer Nachfeier des Hamburger Singewettstreits kommt es zu unschönen Szenen, über die wir schon mehrfach berichteten. Patti (BdP Stamm Geisterburg aus Bargteheide) berichtet darüber im eisbrecher:

Zwei Mitglieder der bündischen Szene entdeckten die Freibünder auf der offiziellen Nachfeier …

| Zeitsprung in die Gegenwart, April 2015: Das Kopernikus Gymnasium Bargteheide (KGB) sagt auf politischen Druck eine Diskussionsveranstaltung ab. Die Oberstufe des Gymnasiums hatte zum Thema „Flüchtlingspolitik“ sowohl Flüchtlinge und Politiker geladen, darunter selbstverständlich auch Politiker mit Migrationshintergrund, was eigentlich mehr als nachvollziehbar und begrüßenswert sein müßte …

Pfadfinder & Pfadfinderinnen vereinigt euch!

Seit 1928 besteht mit der World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS) eine internationale Organisation aller (anerkannten) weiblichen Pfadfinderinnen. Da Baden-Powell (BiPi) die Welt und die Pfadfinderei stets nur „from the boy’s point of view“ sah, versuchte seine spätere Frau Olave frühzeitig auch Mädchen einzubinden. So gehörte sie zum Gründerkreis der weiblichen Scouting-Organisation.

Kurz nachdem Olave 1930 zur Weltführerin der Pfadfinderinnen gewählt wurde, fragte sie ihren Mann, was er über einen Zusammenschluß der beiden Pfadfinderverbände halten würde. Seine Antwort ist wie folgt überliefert: „To get a hold on boys you must be their friend. A girl can be friendly but never be my friend.“ So ist es bis heute bei der Trennung zwischen männlichen und weiblichen Pfadfindern geblieben. …

Gemeinschaftswerk | Aufruf

Im Nachgang eines Akademischen Wochenendes, insbesondere infolge der dortigen Schreibwerkstatt, kam die Idee auf, gemeinsam an einer längeren Geschichte zu schreiben. Ein solcher Fortsetzungsroman kann natürlich aus einer Feder stammen, wir möchten aber gerne viele von Euch zum Weiterschreiben ermuntern. …

Blitzlichter vom Akademischen Wochenende

Ein Akademisches Wochenende lebt von der Vielfältigkeit seiner Momente und Eindrücke. Statt eines allumfassenden Berichtes aus einer Hand gibt es dieses Mal ein Mosaik persönlicher Erinnerungen. Eines wird deutlich: Das Akademische Wochenende war wieder einmal ein Ort der Begegnung mit verschiedenen Themen, Menschen, Meinungen und Erinnerungen.

Film | Deutschland Saga

Liebe Leser,

wie jedes Jahr ist mit den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr die zweite Pause der Blogmannschaft nach den Sommerfahrten angebrochen. Dieses Jahr würden wir euch gerne mit einem kleinen Film-Tipp ins neue Jahr verabschieden. …

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