Das Denkmal des Getreuen

Die Ikone der frühen Jugendbewegung malte ein Künstler, der bei der Entstehung des „Lichtgebetes“ (1908) stattliche 40 Jahre zählte. Zur Zeit des Hohen Meißners war er der Jugendbewegung also allemal entwachsen, seine privaten Wanderjahre hatten in einer beschaulichen Villenkolonie nahe Berlin ein Ende gefunden. …

Theodor Schieder | Vom Anfang im Ende hin zur neuen Welt

von bjo:rn

Betrachtet man den Einband, der jene 400 Seiten umrahmt, auf denen Christoph Nonn detailliert das private und wissenschaftliche Leben des bürgerlich-jugendbewegten Historikers Theodor Schieder nachzeichnet, lächelt einem vorne ein seriös und zugleich müde wirkender älterer Herr entgegen. Auf der Rückseite dagegen schaut man in das verschmitzte Gesicht eines glücklich dreinblickenden Waldgängers. Auf dem Deckel wird das Vorhaben des Buches wie folgt beschrieben:

Theodor Schieder (1908-1984) war einer der einflußreichsten Historiker der alten Bundesrepublik. Doch es waren seine Aktivitäten während der Zeit des Nationalsozialismus, die bisher vor allem die Beschäftigung mit seinem Leben dominierten. Dieses Buch bietet zum ersten Mal eine vollständige Biographie von Schieder. Es erkundet Verantwortung, Handlungsspielräume und Möglichkeiten eines bürgerlichen Historikers im 20. Jahrhundert.“ …

Ausstellung „Einfach. Natürlich. Leben.“ – Geschichten von Gustav & Gustaf

von bjo:rn

Die Wiege des Wandervogels liegt in Berlin-Steglitz, doch die ersten Schritte und Fahrten unternahmen die Wandervögel im Umland – in Brandenburg. Der Jugendbewegung gleich entstanden auch andere Reformideen im städtischen Bürgertum, die eine Umsetzung auf dem Land finden sollten.

„Aus grauer Städte Mauern“

Den größten Kontrast zwischen Stadt und Land boten Berlin1 und Brandenburg. Die „größte Mietskaserne der Welt“, wie man Berlin auch bezeichnete, diente gleichermaßen als Ideenschmiede, Werbeplattform und Absatzmarkt. Rund um die Hauptstadt entstanden vor etwa 100 Jahren etliche Reformprojekte, von denen einige noch heute existieren. Der Lebensreform in Brandenburg widmet sich aktuell eine Ausstellung in Potsdam unter dem Titel. „Einfach. Natürlich. Leben.“

Den Besucher empfängt eine Karte Brandenburgs mit Markierungen für die in der Ausstellung vorgestellten Projekte. …

„Eher den Tod als müde werden.“

Ein Nachruf auf Arno Klönne

Am 4. Juni 2015 verstarb mit 84 Jahren der deutsche Soziologe und Politikwissenschaftler Arno Klönne.

„Jugendbewegt geprägt“ bereits in den Jahren des Zweiten Weltkriegs im Milieu unangepaßter katholisch-bündischer Jugendgruppen, wurde er in den Nachkriegsjahren nach 1945 einer der ersten Aktivisten beim Neuaufbau jugendbewegten Gruppenlebens. In dieser Zeit erlebte er nicht nur die Freiheit der Fahrt, vertonte bündisches Liedgut und knüpfte interessierte Kontakte zu manch älteren jugendbewegten Persönlichkeiten der Zwischenkriegszeit. Er begann zugleich, sich als junger, politisch denkender Mensch zu begreifen, und trat engagiert dafür ein, daß jugendbewegt-emotionales Erleben und politisches Denken und Handeln keine Widersprüche sein müssen. Beeinflußt vom Stil und Erleben der Jungenschaften gründete er die dj.1.11 paderborn. …

Gemeinschaftswerk | Aufruf

Im Nachgang eines Akademischen Wochenendes, insbesondere infolge der dortigen Schreibwerkstatt, kam die Idee auf, gemeinsam an einer längeren Geschichte zu schreiben. Ein solcher Fortsetzungsroman kann natürlich aus einer Feder stammen, wir möchten aber gerne viele von Euch zum Weiterschreiben ermuntern. …

Blitzlichter vom Akademischen Wochenende

Ein Akademisches Wochenende lebt von der Vielfältigkeit seiner Momente und Eindrücke. Statt eines allumfassenden Berichtes aus einer Hand gibt es dieses Mal ein Mosaik persönlicher Erinnerungen. Eines wird deutlich: Das Akademische Wochenende war wieder einmal ein Ort der Begegnung mit verschiedenen Themen, Menschen, Meinungen und Erinnerungen.

Alle Jahre wieder … die dämmerung

 

Das folgende Gedicht entstand vor etwas mehr als 100 Jahren und wurde in einer gleichnamigen Gedichtsammlung im Jahr 1913 veröffentlicht. Es ist eines der berühmtesten expressionistischen Gedichte seiner Zeit.

#Wanderlust

Viele Leser dieses Blogs kennen sicher die Situation: Eine neue Bekanntschaft, ein schlecht informierter Freund oder auch entfernte Verwandte fragen, wie man denn bitte seine vielen Wochen im Sommer oder gar Winter verbracht hat. Es gab ja nur diese gähnende Leere in der digitalen Kommunikation – wohin hat es dich verschlagen? Die Antwort auf diese sehr berechtigte Frage ist für den eingefleischten Wandervogel & Co natürlich denkbar einfach: Sommerfahrt, Winterfahrt, ferne Länder, Lagerfeuer, Abenteuer, das einfache Leben Stichworte, die sich im Kopf zu einem selbstverständlichen Bild vermengen.

Mädchen auf hoher See …

…fahren übers Weltenmeer im Weiberkahn!

Deutsche Seelen – Leben nach der Colonia Dignidad

von Hauke

Als wir an einem Oktobertag bei strahlendem Sonnenschein in Santiago de Chile gen Süden aufbrechen, sind wir relativ ahnungslos in bezug auf das, was uns in den nächsten 30 Stunden erwarten wird.

Von Nerother-Bundesbrüdern hatte ich zuvor von der kleinen deutschen Kolonie in Mittelchile gehört, die wir nun zu besuchen beabsichtigen, mein Bild rührt aber vor allem aus Presseberichten der letzten Jahre: Eine sektenähnliche Gemeinschaft, ein despotischer Herrscher und Anführer, Foltervorwürfe und dunkle Kapitel aus der Zeit des Regimes Augusto Pinochets bilden den Rahmen meiner Eindrücke. Nun wollen mein deutsch-chilenischer Freund und ich jenen Ort selber kennenlernen, uns ein Bild machen von dieser Geschichte und den so fern ihrer alten Heimat in sie verwickelten und gefangenen Deutschen. …

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diet & dat
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