zwölfdreizehnschnipseleien | august 13

august 1813

Leier und Schwert – der Tod Theodor Körners

Im heutigen Landkreis Nordwestmecklenburg an der Bundesstraße 104 liegt der Ort Lützow. Im Wald des Ortsteiles Rosenow steht ein Denkmal mit einem Porträt Theodor Körners. An dieser Stelle soll am frühen Morgen des 26. August 1813 die tödliche Kugel eines Franzosen den erst einundzwanzigjährigen „Sänger der Befreiungskriege“ getroffen haben. Vom Standlager in Wöbbelin kommend hatte ein berittener Trupp der Lützower Jäger einen Hinterhalt vorbereitet. Eine Nachschubkolonne der Franzosen war in einem Nachtmarsch unterwegs und sollte als Beute eingebracht werden. Der Führer des Überfalltrupps war Leutnant Körner.

Die Zeit bis zum Eintreffen der französischen Wagenkolonne nutzte er wieder einmal zum Vortrag eines gerade fertig gestellten Gedichtes, dem „Schwertlied“. Das Lied ist ein fröhlicher Dialog in 16 Reimen zwischen einem Krieger und seinem Schwert. Jeder Reim wurde mit einem gemeinsamen „Hurra“ der Zuhörer geschlossen. Dabei wurde der Griff der Waffe erfaßt und gerüttelt. Hierzu mußte natürlich auch französischer Beutecognac den Hörgenuß abrunden.

Diese unbekümmerten Kriegernaturen mögen nach 200 Jahren fremdartig erscheinen. Doch Körner und seine Freunde entsprachen dem damaligen akademischen Zeitgeist. Theodor Körner entstammte einem wohlhabenden Elternhaus am Kornmarkt in Dresden. Sein Vater nahm seit 1790 die Stelle eines „Oberappellations-Gerichtsrathes“ ein und war mit Goethe und Schiller befreundet. Das Haus am Kornmarkt war ein „Salon der sächsischen Elite“. Die Familie Körner war dadurch auch am kaiserlichen Hof in Wien bekannt geworden. Die frühe Anstellung als privilegierter „K.u.k. Hoftheaterdichter“ war deshalb nicht nur dem dichterischen Talent von Theodor geschuldet.

Doch Körner langweilte das steife Hofleben. Lieber suchte er Kurzweil in Duellen und Trinkgelagen. Dafür war er bereits von der ehrwürdigen Universität Leipzig verwiesen worden – wie Jahre zuvor der junge Goethe zu dessen „Sturm-und-Drang-Zeit“. So kam Körner – nicht nur aus Patriotismus – zu den Freiwilligen Jägern. Da es ihm bei der Jäger-Infanterie auch zu langweilig wurde, meldete er sich zur Kavallerie. Pferd und Ausrüstung konnte er sich problemlos leisten. Lützow ernannte ihn zu seinem Adjutanten und bildete ihn als Truppführer für Handstreiche aus.

Bei dem Angriff auf die französische Nachschubkolonne im Wald bei Rosenow trat eine unvorhergesehene Wendung ein. Die begleitende Infanterie ergab sich nicht, sondern zog sich hinter die Bäume zurück und eröffnete das Feuer auf die Reiter. Körner, Graf Hardenberg und weitere zwei Kameraden wurden aus den Sätteln geschossen. Möglicherweise waren die Franzosen vor der Anwesenheit der Lützower gewarnt worden.

 

Einen Tag später wurden die vier Gefallenen der Lützower zwischen zwei alten Eichen in Wöbbelin beigesetzt. Der Begräbnisplatz ging 1814 in den erblichen Besitz der Familie Körner über und wurde zum Familiengrab erweitert. Die ursprüngliche Anlage wurde 2012/2013 restauriert. Seinem Vater ist es zu verdanken, daß der literarische Nachlaß des Sohnes umfänglich erhalten blieb.

Die Sammlung seiner Kriegslieder erschien unter dem Titel „Leier und Schwert“ 1814 in Berlin, sein zweibändiger „Poetischer Nachlaß“ 1814/15 in Leipzig. Streckfuß gab 1834 in Berlin eine Gesamtausgabe der Gedichte Körners in einem Bande heraus. An sein legendär gewordenes Kriegslied „Lützows wilde, verwegene Jagd“ erinnert eine Tafel an der Rückseite des Leipziger Opernhauses (Richtung zum Schwanenteich). Auf dem damaligen Schneckenberg, einem 20m hohen Hügel vor dem Grimmaschen Stadttor (heute etwa die Vorderfront der Leipziger Universität am Augustusplatz), hatte Theodor Körner es gedichtet und aufgeschrieben.

 

Die Kolbenschlacht am Hagelberg

Die Landschaft um den 200m hohen Hagelberg gehört heute zum Naturpark Hoher Fläming im Landkreis Potsdam-Mittelmark des Bundeslandes Brandenburg. Das Areal des Schlachtfeldes von 1813 wurde von den Dörfern Groß- und Klein-Glien, Schmerwitz, Beltzig, Hagelberg, Lübnitz und dem Vorwerk Steindorf begrenzt. Diese Ortschaften sind heute noch um die jetzige Stadt Bad Beltzig erreichbar und auch mit historischen Wegweisern gut ausgeschildert.

Vor 200 Jahren versuchte Kaiser Napoleon mit einer Augustoffensive seine Position in Sachsen und Brandenburg zu festigen. In Sachsen gelang es, in Brandenburg wurde der Vormarsch auf Berlin nur 22 Kilometer vor der Stadtgrenze gestoppt. In der Schlacht von Großbeeren bewahrten die Preußen ihre Hauptstadt vor der Wiedereinnahme durch die Franzosen.

Napoleon selbst war in Dresden verblieben, um die alliierten Armeen Schwarzenberg und Blücher auf sich zu ziehen. Die alliierte Nordarmee des Karl Johann von Schweden (Bernadotte), in dessen Schutzbereich die Stadt Berlin lag, nahm er militärisch nicht ernst. Seine Marschalle Oudinot und Davout sollten den „Abtrünnigen“ samt seiner „preußischen Kanaille“ (der Landwehr) in die Zange nehmen und vernichten.

Noch heute werden die Schlachten von Großbeeren und Hagelberg wegen der Teilnahme der preußischen Landwehren kontrovers bewertet. Das Treffen am Hagelberg wird deshalb auch als „Gefecht“ bezeichnet und zur Schlacht von Großbeeren gezählt. Diese „Schlachtenwoche“ im stark verregneten August 1813 bekam jedoch eine hohe politische Bedeutung.

Ähnlich wie in der Französischen Revolution von 1789 schlugen bewaffnete Zivilisten Soldaten stehender Heere während einer Schlacht in die Flucht. Selbst der preußische Landesherr Friedrich Wilhelm III. soll verwirrt kommentiert haben: „Unerhört das!“

Doch die Wut der von der französischen Besatzung ausgepreßten Bauern brach sich in einem Blutrausch Bahn. Die oft vom Dauerregen dieser Tage unbrauchbaren Gewehre wurden wie Dreschflegel gehandhabt. Dieser Umstand verbreitete ein derartiges Entsetzen bei den jungen Soldatenjahrgängen der Franzosen, daß selbst ihre altgedienten Hauptleute sie nicht an der Front halten konnten. Ausreichende Artillerie und Pferde für die Kavallerie standen seit dem Rußlandfeldzug von 1812 nicht mehr zur Verfügung. Die Infanterie stand dadurch oft allein im Kampf, Mann gegen Mann.

Der Einsatz der fünf Kosakenregimenter unter dem russischen Generalmajor Tschernischeff (Tschernischow) bei Hagelberg wirkte stabilisierend für die Landwehr, war aber nicht entscheidend für den Ausgang dieser sehr blutigen Auseinandersetzung. Die Franzosen und ihre Verbündeten waren durch die anarchische „Blutorgie der Landwehr“ dermaßen demoralisiert, daß sie in wilder Flucht in Kompaniestärke das Weite suchten.

So drückte der spontane Massenangriff der Landwehr um 14.00 Uhr das 19. Linienregiment der Franzosen gegen eine langgestreckte Gartenmauer. Das Bataillon Zschüschen des 3. Kurmärkischen Landwehr-Infanterie-Regimentes erschlug in weniger als 30 Minuten ein Bataillon der Franzosen, trotz deren Pardonrufe. Etwa 4.000 Franzosen insgesamt wurden allein mit dem Gewehrkolben umgebracht. Die Masse der Landwehrleute hatte auch bis zu dieser Schlacht nicht einen scharfen Schuß aus ihren antiquierten Gewehren abgeben können!

Die Landwehr kannte kein Pardon. Befeuert wurde dieser Wutausbruch durch die Tatsache, daß die Franzosen präparierte Gewehrmunition (sogenannte „Spaltkugeln“) verschossen. Diese hatten eine den heutigen Dum-Dum-Geschossen ähnlichen Wirkung und führten zu einer hohen Sterberate bei den verwundeten Preußen.

Nach den Einsätzen von Großbeeren und am Hagelberg zur Rettung Berlins, wurde der Ruf der Landwehr legendär. Doch die „Gefahr eines Volkes in Waffen“ flößte den gekrönten Häuptern zunehmend Angst ein.

 Kolbenschlacht am Hagelberg 1813

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august 1913

Christel wird Schriftleiter des „Wanderer“


Mit Christian Schneehagen (Christel) wird im August einer der Hauptorganisatoren des Ersten Freideutschen Jugendtages zum Schriftleiter des „Wanderer“ (Bundesschrift des Bund Deutscher Wanderer (BDW)) ernannt. Einen Monat zuvor schlug er vor, das Erinnerungsfest der Freideutschen Jugend auf dem Hohen Meißner zu veranstalten und er wird einige Monate später maßgeblich an der Organisation des Festes beteiligt sein.

Christel fiel im letzten Kriegsjahr des Ersten Weltkrieges in Flandern. Heute erinnern die ehemalige Wandererstube des BDW auf Burg Ludwigstein und der Wanderweg zwischen Burg Ludwigstein und dem Hohen Meißner an ihn. Zudem ist er auf einem Gemälde im Meißnersaal der Burg Ludwigstein als „Wanderer“ festgehalten.

 

 

Vorkriegsjahr in Europa

Am 7. August nimmt der französische Senat mit 244 zu 36 Stimmen das bereits im Juli von der Abgeordnetenkammer gebilligte Gesetz über die dreijährige Wehrdienstzeit an.

Im britischen Unterhaus wird am 8. August mit 210 gegen 138 Stimmen ein Vertrag mit der Marconi Wireless Telegraph Co. Ltd. genehmigt. Dieser Vertrag beinhaltet die Errichtung eines Netzes von Stationen für drahtlose Telegrafie. Der britische Premierminister Herbert Asquith erwartet für die drahtlosen Telegrafie eine wachsende militärische Bedeutung. Wenige Tage später beschleunigt die britische Marine ihr Flottenbauprogramm, indem sie die Aufträge für fünf Schlachtschiffe und sechs Torpedobootzerstörer vergibt.

Am 10. August schließen Griechenland, Rumänien und Serbien mit Bulgarien den sogenannten Frieden von Bukarest. Dies beendet den Zweiten Balkankrieg. Mit dem Osmanischen Reich muß Bulgarien separat verhandeln. Bevor es zu einer Einigung kommt, marschieren Truppen des Osmanischen Reiches über den Fluß Maritza auf bulgarischem Gebiet ein, um ihre Ansprüche auf die Festung Adrianopel (das heutige Edirne) klar zu machen.

aus simplicissimus august 1913

Das preußische Kriegsministerium in Berlin schreibt am 12. August einen Wettbewerb für transportable Flugzeuge aus. Diese Flugzeuge sollen von Automobilen gefahren werden und innerhalb von 30 Minuten abgeladen und betriebsbereit sein.

 

Fürstentreffen in der Kehlheimer Befreiungshalle

In der Kelheimer Befreiungshalle kommt es am 25. August zu einem Treffen deutscher Fürsten, um der Zeit der sogenannten Befreiungskriege des Jahres 1813 gegen Napoleon Bonaparte zu gedenken. Einige Tage darauf ordnet die Münchner Polizeibehörde ein Auslageverbot für die satirische Zeitschrift „Simplicissimus“ an. Diese zeigte auf ihrer ersten Seite eine Karikatur des bayerischen Prinzregenten Ludwig auf eben dieser Fürstenversammlung, die anscheinend weder dem Prinzen noch den Behörden gefiel.

 

Ehrenurkunde für Goltz Pascha

Am 14. August verleiht die Deutsche Turnerschaft (DT) dem preußischen Generalfeldmarschall Colmar Freiherr von der Goltz zwei Tage nach seinem 70. Geburtstag die Ehrenurkunde der Turnerschaft. „Goltz Pascha“ vertrat den vaterländischen „Jungdeutschlandbund“ auf dem 13. Deutschen Turnfest in Leipzig. Diesem Dachverband gehörten neben der Deutschen Turnerschaft, auch Jugendwehren, Wandervogelbünde, katholische Jugendvereine, der Deutsche Pfadfinderbund und der Deutsche Fußballbund an.

 

Buch 1913 – Der Sommer des Jahrhunderts

Die Sommerpause geht noch etwas weiter in der von Illies beschriebenen Künstlerwelt. Alle sind in den Urlaub irgendwo ans Meer gefahren. So ist Georg Trakl von Freunden nach Venedig verschleppt worden und steht betrübt am Meer herum, Rainer Maria Rilke widmet sich der Liebe in Heiligendamm und Ernst Ludwig Kirchner (Brücke) zieht es wieder an das letzte Ende der Ostseeinsel Fehmarn. Dort erfreut er sich der Gastfreundschaft der Familie des Leuchtturmwärters Lüthmann und malt seine Frau wie auch Erna, welche dort gern auch „Frau Kirchner“ genannt wurde, nackt am Strand. So wird der Urlaub des ein oder anderen zu einer explosiven Schaffensphase.

„Leider müssen wir bald zurück. Sie glauben nicht, wie schwer es uns fällt. Ich weiß nicht, ob das Meer im Sommer oder im Herbst am schönsten ist. Ich male soviel wie möglich, um wenigstens etwas von den tausend Dingen, die ich malen möchte, mitzuschleppen. Dazu wird das Eichenholz von dem gestrandeten Schiff immer verlockender für Plastiken. Ich muß ein paar Stück unbehauen mitnehmen, denn die Zeit drängt, und die Tage werden immer kürzer.“ (Ernst Ludwig Kirchner an seinen Schüler Hans Gewecke)

aus simplicissimus august 1913

Weiter erfahren wir, daß in Deutschland „das ius sanguis, die Abstammung, zur Grundlage für das neue Staatsbürgerschaftsrecht“ wird, das allerdings nach dem Reichsgesetzblatt (RGBI) Seite 583 schon am 22. Juli 1913 verabschiedet wurde. Zudem lesen wir, daß der Friedenspalast in Den Haag „mit Spenden aus aller Welt, davon etwa 1,25 Millionen Dollar des amerikanischen Multimillionärs Andrew Carnegie“, gebaut und eingeweiht wurde. Als Eröffnungsmonat nennt Illies sowohl im Buch als auch in den Auszügen des APuZ-Heftes „Vorkrieg“ den September. Tatsächlich war es aber der 28. August. Dem Lektor hätte der naheliegende Fehler eigentlich auffallen müssen, da der Text richtigerweise dem Kapitel August zugeordnet war. Unerwähnt läßt der Autor, daß das Gebäude, in dem heute der Internationale Gerichtshof und die Akademie für Völkerrecht ihren Sitz haben, von Königin Wilhelmina von Oranien-Nassau eingeweiht wurde und die Eröffnung Teil der Feierlichkeiten zur einhundertjährigen Unabhängigkeit der Niederlande nach Überwindung napoleonischer Herrschaft war.

Und Kafka hat es nun doch geschafft, Felice Bauer durch seine Briefe von ihren Heiratsplänen abzubringen.

august 2013

9.-12. August 2013 | Sommerbauhütte auf Burg Ludwigstein

In der Sommerferienzeit findet auf der Burg die Sommerbauhütte statt. Während im Winter ausschließlich in den Räumen gearbeitet wird, sind die Gruppen während der Sommerbauhütte auch an den Fassaden und im Außengelände aktiv.

Die Teilnahme an der Sommerbauhütte kostet die Teilnehmer nichts. Die Bauhüttenmannschaft wird durch die Burgküche versorgt, und nach Feierabend stehen ihr – neben den Kaminen für die Singerunden – auch Schwimmbad und Sauna kostenlos zur Verfügung.

2013 findet die Sommerbauhütte vom 9. bis zum 11. August statt. Wir laden Euch ganz herzlich dazu ein. Anmeldung und näheres hier!

 

12. August 2013 | Internationaler Tag der Jugend

“Der Internationale Tag der Jugend 2013, auch International Youth Day genannt, findet am 12. August 2013 statt. Diesen internationalen Aktionstag gibt es seit 1985, er wurde durch die UNO proklamiert. Mit ihm soll an die Bedeutung der Jugend als Lebensphase erinnert werden.

Unter Jugend versteht man in der westeuropäischen Kultur die Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein, also etwa zwischen dem 13. und 21. Lebensjahr. Jugend kann auf verschiedene Arten betrachtet werden, zum einen bezeichnet der Begriff eine Phase im Leben eines Individuums und zum anderen wird damit eine eigenständige Gruppe von Menschen erfasst.

In die Jugendzeit fallen die Pubertät, das Ende der Schulzeit, der Beginn der Berufsausbildung, die Abnabelung vom Elternhaus und die Identitätsfindung. Deswegen wird die Jugendzeit sowohl vom Jugendlichen, der sie durchlebt, als auch von den Eltern als nicht ganz einfach angesehen.”

Näheres auf dieser Seite.

 

16.-21. August 2013 | Europäische Pfadfinderkonferenz in Berlin

“Alle drei Jahre veranstalten die beiden Europaregionen ihre Europakonferenzen, an denen Delegierte der europäischen WAGGGS- und WOSM- Mitgliedsverbände künftige Schwerpunkte der Regionalarbeit festlegen und die Mitglieder der beiden Europakomitees wählen, die die beiden Regionen lenken.

Eine Gemeinsam Konferenz behandelt Themen gemeinsamen Interesses und plant gemeinsame Arbeitsschwerpunkte der künftigen Dreijahresperiode.

Mit dem Ring deutscher Pfadfinderinnenverbände (RDP) und dem Ring Deutscher Pfadfinderverbände (RdP) als Gastgeber finden die 14. Europäische Pfadfinder- und Pfadfinderinnenkonferenz, die 14. Europäische Pfadfinderinnenkonferenz und die 21. Europäische Pfadfinderkonferenz von 16.-21. August 2013 in Berlin, Deutschland, statt.”

Näheres auf dieser Seite.

 

30. August – 1. September 2013 | Weimar 13 der Falken in Weimar

Kulturtreffen in Weimar:

“Jugendliche aus unterschiedlichen Jugendverbänden und Bünden, die sich der Geschichte der Jugendbewegungen in Deutschland verbunden fühlen, werden sich anlässlich des hundertsten Jahrestages des Treffens der Freideutschen Jugend 1913 auf dem Hohen Meißner und des ersten Arbeiterjugendtages in Weimar 1920 treffen.

Während die Freideutsche Jugend erstmalig und zukunftsweisend Selbstbestimmung und Eigenständigkeit von Jugend in der modernen Gesellschaft forderte, ging es der Arbeiterjugend um die soziale und kulturelle Teilhabe aller an Kultur und gesellschaftlichem Reichtum (betrieblicher Jugendschutz und „Goethe für Proletarierkinder“), verbunden mit dem Bekenntnis zur parlamentarischen Demokratie, wie sie 1919 gerade erst in Weimar verkündet worden war. Man traf sich damals bewusst zu Goethes Geburtstag (28. August) am dem Ort, wo im August des Jahres zuvor die demokratische Verfassung Deutschlands beschlossen worden war.”

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… und bevor die Ausstellung vorbei ist …

 

bis zum 25. August 2013 | Fotoausstellung “Die nackte Wahrheit und anderes” in Berlin

Aktfotografie um 1900, Museum für Fotografie

“Um 1900 ist Aktfotografie allgegenwärtig. Die Ausstellung präsentiert die erstaunliche Vielfalt fotografischer Abbildungen des enthüllten menschlichen Körpers in jenen Jahren. Damals wurden die Grundlagen für die öffentliche Entfaltung eines facettenreichen Bildtyps geschaffen, der heute unseren Alltag prägt wie kaum ein anderer.

Der fotografische Akt erscheint vor allem als reproduzierbares Medium – auf Postkarten, Zigarettenkarten, Plakaten, Zeitschriften, als Werbeträger, Künstlervorlage, Sportleransporn, Lehrbild und Sammelobjekt. In der großen Menge des Materials lassen sich Gruppen rund um die Begriffe der Massenware, der Seh(n)süchte (Arkadien, Erotik und Pornografie), den Körper im Blick der Wissenschaft (Ethnografie, Bewegungsstudien, Medizin), des Körperkults (Reformbewegungen, Freikörperkultur und Bühnenakte aus Sport und Variété) sowie natürlich zum Kunstkontext mit den Akademien und piktorialistischen Edeldrucken bilden. Das wohl wichtigste Merkmal des Bildes vom nackten Menschen in jenen Jahren ist die untrennbare Verflechtung dieser Gruppen aktfotografischer Produktion und Reproduktion.

Der Handel bzw. Austausch von Aktfotografien war europaweit. Dies belegen, neben Schätzen und Fundstücken aus der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek, bedeutende Leihgaben vieler Institutionen aus Europa, von der Bibliothèque nationale de France bis zum Polizeimuseum Niedersachsen.”

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  1. Kai sagt:

    War Theodor Körner ein Terrorist ?

    Das “Kalenderblatt” vom 26.August 2013 im DEUTSCHLANDRADIO stellte diese Behauptung auf. Zur frühen Stunde um 09.05 Uhr gab sich eine Frau Cornelie Ueding alle Mühe, ihren Kommentar abzugeben zum Thema “Die gegenseitige Beflügelung von Poesie und Terror”. Untermalt wurden ihre Warnungen von Zitaten aus dem Theaterstück “Zriny”, das Theodor Körner im Sommer 1812 dem ungarischen Befreiungskampf gegen die Türken widmete und einer Chorfassung von “Lützows wilde, verwegene Jagd”.
    Frau Ueding klassifizierte den Gedichtband “Leyer und Schwert” zu einer Ansammlung von “Rache-, Wut- und Blutfantasien”, die einen “sinnlosen Tod verklären”. Theodor Körner sei ein “lyrischer Hassprediger” gewesen, der “ausufernde Gewaltverklärungsfantasien” verbreitet habe.
    Das Wortgebräu dieser eifernden Dame mußte natürlich mit dem Verweis auf die Gegenwart enden: “Besorgniserregend ist, dass er auch heute im Netz noch gut vertreten ist, nur einen Mausklick von den einschlägigen Neonaziseiten entfernt.”

    Wer das alles nicht glauben kann, lese nach im Archiv des DEUTSCHLANDRADIO unter http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kalenderblatt/2227799/ Dort ist der gesamte Kommentar zu lesen.

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