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12. Oktober 1913 | Rede von Gustav Wyneken

 

Rede von Gustav Wyneken, gehalten am Morgen des 12. Oktober 1913 auf dem Hohen Meißner.

 

“Kameraden!

Mir ist die Aufgabe geworden, für euch das Ergebnis dieses Festes zusammenzufassen und zu versuchen, es euch mit meinen Worten auf den Weg zu geben…”

Gustav Adolph Wyneken – Schatten oder Lichtgestalt?

von bjo:rn

Blickt man heute auf den Ersten Freideutschen Jugendtag und das Jahr 1913 zurück, so scheint eine Person für die Jugendbewegung unübersehbar, omnipräsent und geradezu unersetzlich gewesen zu sein: Gustav Wyneken. Man meint, in ihm den Verfasser der Meißnerformel erkannt zu haben, was wohl nicht zutreffend ist. Er gilt als pazifistischer Mahner des Hohen Meißners, ungeachtet der Tatsache, daß er mit Ausbruch des Krieges glühender Anhänger desselbigen wurde.[1] Auch sein idealisiertes Weltbürgertum zerfällt spätestens an seinen ausformulierten „Weltanschauungen“ nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.[2] Dieser zweite Wyneken wird insbesondere in jugendbewegten Kreisen gerne ignoriert. Gewiß greifen diese knappen Ergänzungen und Korrekturen zu kurz, eine Würdigung seiner Person möchten wir auch gerne jedem selbst überlassen und zur eigenen Lektüre auffordern.

Anfangen ließe sich mit dem Werk „Die neue Jugend“ aus dem Jahr 1914. Hierin heißt es im Kapitel 5 – Jugendliche Erotik:

Akademischer Wochenausklang

tasse-kleinAkademisches Wochenende: Vom 1. bis 3. Oktober lud die Deutsche Gildenschaft zum ersten Mal zu genau jener Veranstaltung. Im hügeligen Gelände um Göttingen kamen Gildenschafter und Gäste zusammen, um den Geist zu schärfen. Doch wie kann man sich das vorstellen?

Kern des Treffens waren sechs AGs …

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