Kurz vor unserer Sommerpause hier noch der Hinweis auf die derzeitigen Jubiläen einiger Künstlerkolonien. Zusammen mit der sogenannten Gartenstadtbewegung kann man das Aufkommen von örtlichen Künstlergemeinschaften vor etwa 125 Jahren als Vorstufe zu späteren Reformbewegungen so auch der Jugendbewegung verstehen. Im Jahre 1889 zog es expressionistische und impressionistische Maler nach Worpswede, naturalistische Schriftsteller nach Friedrichshagen. Zehn Jahre später folgten etliche Jugendstilkünstler dem Mäzenruf des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen auf die Mathildenhöhe nach Darmstadt. An vielen anderen Orten schlossen sich zu dieser Zeit Künstler zu Lebens- und Arbeitsgemeinschaften zusammen.
Auf der Mathildenhöhe ist noch bis Ende 2015 die Ausstellung „Jugendstil in Darmstadt 1899 bis 1914“ zu sehen. Etwas weniger Zeit bleibt für die Ausstellung „Dem Licht entgegen“, welche die Künstlerkolonieausstellung des Jahres 1914 zum Thema hat. Die Ausstellung endet am 14. September 1914 mit einer Finissage und Führung unter dem Motto „Euer Werk ist Zukunftssaat“.

In Worpswede wird dem 125. Jahrestag mit mehreren Ausstellungen gedacht. Nach der Frühjahrsausstellung „Zeitspeicher – Vier Häuser für die Kunst!“ ist aktuell die große Sommerausstellung „Mythos und Moderne – 125 Jahre Künstlerkolonie Worpswede“ zu sehen. Diese endet ebenfalls am 14. September, wird jedoch von der Herbst- und Winterausstellung „INPUT/OUTPUT – Schnittpunkt Worpswede. Worpswede zeitgenössisch 2014“ abgelöst.
Wer die Ausstellung zur Künstlerkolonie in Dachau verpaßt hat, kann dies im Museum der einstigen Künstlerkolonie Schwaan nachholen. Die Finissage der Ausstellung „Dachau. Eine Bayerische Künstlerkolonie“ mit Arbeiten von Adolf Hölzel, Otto Strützel, Paul Baum und Carl Spitzweg findet am 20. September 2014 statt.
Während der Fahrtenzeit gibt es also hier wie dort eine Menge zu sehen. Euch allen ein frohes Schauen und Fahren.


Infolge der sogenannten Corona-Krise gab es viel Stillstand aber ebenso viel Bewegung. Aus diesen Bewegungsimpuls ist eine neue Gemeinschaft erwachsen, die sich in Anlehnung an das Virus Corona (lat. Für Krone oder Kranz) „Tatenbund Krone“ nennt. Im Gründungsaufruf heißt es u.a.:


Den Anfängen der Lebensreform in der Mark Brandenburg widmet
Es ist einige Monate her, da erhielten wir Post von Arno Klönne. Statt eines längeren Kommentars oder einer umfangreichen Ergänzung eines Artikels schickte er uns kommentarlos den Hinweis auf sein neues Heftchen, welches dieses Jahr in der Schriftenreihe der Landeszentrale für politische Bildung (LfpB) Thüringen erschien. Seine Nachricht blieb bis zu seinem Tod unbeantwortet. Nun haben wir das Heft bestellt, gelesen und stellen es hiermit vor.
von bjo:rn

