Das A. Paul Weber-Museum in Ratzeburg zeigt bis zum 15.08. in einer Sonderausstellung über 100 künstlerische Exponate aus der jugendbewegten Schaffensphase des Grafikers A. Paul Weber.
Gezeigt werden frühe Skizzen, Holzschnitte und Federzeichnungen, aber auch von A. Paul Weber gestaltete Exlibris und illustrierte Zeitschriften der Jugendbewegung. Sie reichen von den frühesten Skizzen aus seiner Zeit im Wandervogel in Arnstadt (Thüringen), wo Hjalmar Kutzleb 1908 eine Wandervogelgruppe gegründet hatte, bis zu den vielen Illustrationen für jugendbewegte Gruppen der 1920er Jahre, wie etwa die Adler und Falken, die Christliche Pfadfinderschaft und ganz besonders die Fahrenden Gesellen, deren Ehrenmitglied A. Paul Weber war.
Den Idealen des Wandervogels und seiner dort erweckten Liebe für Natur und Heimat blieb A. Paul Weber sein Leben lang treu. Dies zeigen die vielen weiteren im A. Paul Weber-Museum gezeigten Bilder.

Ein Besuch lohnt in jedem Fall, und die Gegend um den Ratzeburger See eignet sich zudem hervorragend für ein Wochenende zum Wandern – also: auf nach Ratzeburg!

Nachtrag:
Auf einer in Pfadfinderkreisen bekannten Diskussionsplattform wurde anläßlich unseres Aufrufes zum Besuch der aktuellen A. Paul Weber Ausstellung in Ratzeburg angeregt, einige seiner Lebensjahre stärker zu betonen. Dort heißt es:

Zunächst möchten wir ben von der Überbündischen Hochschulgruppe Braunschweig für sein konstruktives Mitdenken danken und ihn sowie andere Interessierte auf unseren ersten Beitrag zu A. Paul Weber hinweisen, der weitere Lebensabschnitte Webers aufführt. Darüber hinausgehend empfehlen wir natürlich die dort vorgestellte Literatur sowie einen Besuch in Ratzeburg. Beides stellt eine hervorragende Ergänzung für Wikipediawissenschaftler dar und zeigt ein vielschichtiges Lebensbild des wandernden Narren zwischen den Stühlen.

Infolge der sogenannten Corona-Krise gab es viel Stillstand aber ebenso viel Bewegung. Aus diesen Bewegungsimpuls ist eine neue Gemeinschaft erwachsen, die sich in Anlehnung an das Virus Corona (lat. Für Krone oder Kranz) „Tatenbund Krone“ nennt. Im Gründungsaufruf heißt es u.a.:


Den Anfängen der Lebensreform in der Mark Brandenburg widmet
Es ist einige Monate her, da erhielten wir Post von Arno Klönne. Statt eines längeren Kommentars oder einer umfangreichen Ergänzung eines Artikels schickte er uns kommentarlos den Hinweis auf sein neues Heftchen, welches dieses Jahr in der Schriftenreihe der Landeszentrale für politische Bildung (LfpB) Thüringen erschien. Seine Nachricht blieb bis zu seinem Tod unbeantwortet. Nun haben wir das Heft bestellt, gelesen und stellen es hiermit vor.
von bjo:rn

